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Der Krebs
Ein trautes Heim und ein harmonisches Familienleben sind für ihn der Inbegriff des Glücks. Aber der idealistische Krebs hat auch eine Mision zu erfüllen und so macht er sich neugierig auf den Weg, um die Welt zu entdecken. Wenn er dabei auf fremde Kulturen stößt, braucht er ganz gewiss kein Wörterbuch, der Krebs kann sich blendend unterhalten. Mit überzeugenden Worten kann er andere dazu bringen, ihm überallhin zu folgen. Er kann aber ebensogut zuhören und sich ganz in seine Gesprächspartner einfühlen. Der Krebs ist sehr sparsam. Seine Angst vor möglichen katastrophen, vor Zeiten, in denen die Einkünfte nur kärglich fließen, macht es ihm schier unmöglich, sich von Dingen zu trennen. Löchrige Fahrradschläuche werden ebenso sorgsam verwahrt wie verbogene Nägel und kaputte Taschenlampen. Zu viel Unruhe und ständiger Wechsel ist nichts für den Krebs. Am liebsten möchter er, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Doch da die Dinge meistens anders kommen, als Krebs denkt, hat er bisweilen Probleme, sich auf neue und ungewohnte Situationen einzustellen. Wenn er jedoch den ersten Schritt nach vorne wagt, tut er das mit Umsicht und Besonnenheit. Der Krebs geht vielleicht nicht immer den direkten Weg, aber wenn es darauf ankommt, hat er ein Rückgrat aus Stahl. Auszug aus dem Taschenbuch DER KREBS von Johann Mayrs Satierkreiszeichen ISBN 3-7827-2913-7
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